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	<title>LJ muz mama</title>
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		<title>Schnipp Schnapp</title>
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		<pubDate>Sun, 14 Feb 2010 11:04:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>muzmama</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Annemarie hat ihren Mann kastrieren lassen!“, informiert mich Yvonne. „Oh bitte, nenn das doch nicht so. Er hat sich vasektomieren lassen, und es war ganz allein seine Entscheidung“, widerspricht die Beschuldigte. Yvonne aber findet, dass das auf’s Gleiche raus kommt und Annemarie gesteht, dass sie die Operation für eine saubere Lösung hielt, bis zu dem [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=muzmama.wordpress.com&amp;blog=4963581&amp;post=103&amp;subd=muzmama&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Annemarie hat ihren Mann kastrieren lassen!“, informiert mich Yvonne. „Oh bitte, nenn das doch nicht so. Er hat sich vasektomieren lassen, und es war ganz allein seine Entscheidung“, widerspricht die Beschuldigte. Yvonne aber findet, dass das auf’s Gleiche raus kommt und Annemarie gesteht, dass sie die Operation für eine saubere Lösung hielt, bis zu dem Tag, als Alfred anfing allabendlich in Tränen auszubrechen.</p>
<p>„Er kommt nach Hause, stellt sich vor den Garderobenspiegel und starrt sich so lange auf den Hosenschritt bis sein Kinn anfängt zu beben. Zwei Sekunden später fällt er weinend auf die Knie, während er immerzu ein tonloses  <em>&gt;W a r u m ?&lt; </em>haucht“, beschreibt Annemarie das Problem. Zuerst habe sie noch versucht ihm die Beweggründe sachlich in Erinnerung zu rufen, danach die völlig aufgedrehten Kinder zu ihm geschickt, irgendwann aber eingesehen, dass es einfach zwecklos ist.</p>
<p>„Du kannst deinem Gatten auch nicht die Eier abschneiden und erwarten, dass es ohne Folgen bleibt“, sieht Yvonne die Situation völlig klar. Annemarie verdreht die Augen ob dieser vulgären Worte: „<em>Ich </em>hab ihm überhaupt nichts abgeschnitten und im Übrigen nenn ich ihn seit dem Eingriff nur noch meinen Hengst, um klar zu stellen, dass ich seine Manneskraft nicht in Zweifel ziehe.“</p>
<p>Alle Bemühungen der fürsorglichen Ehefrau haben aber anscheinend nicht gefruchtet, denn nach zwei Wochen markerschütternder Weinkrämpfe, hat Alfred beschlossen seine fehlende Männlichkeit durch eine Jahreskarte im Fitnessclub und den Kauf eines Motorrads zu kompensieren. „Er hat sogar eine vollbusige Sekretärin eingestellt, um sein Ego aufzupolieren“, Annemarie scheint ernsthaft beunruhigt, „und das wo er doch am Schalter in der Bank arbeitet.“</p>
<p>Keine 24 Stunden später stolpere ich beinahe über meine Freundin, die verwunderlicherweise völlig in sich zusammengesunken auf einem Bordstein sitzt. Bei näherer Betrachtung fällt mir auf, dass ihr Körper von herzzerreißenden Schluchzern regelrecht durchgeschüttelt wird. „Meine Liebe, was ist denn bloß los?“ – Annemarie sieht mich mit roten Augen an und spricht fast beängstigend ruhig: „Ich halt das einfach nicht mehr aus!“ Mein Blick wandert suchend über all ihre unbedeckten Körperteile und noch während ich mich frage, ob Alfred jetzt durch den angeblichen Verlust seiner Männlichkeit auch noch gewalttätig geworden ist, bricht es aus Annemarie heraus: „Ich habe gerade vier Stunden in Todesangst auf diesem dämlichen Motorrad verbracht. Vier unendlich lange Stunden, verstehst du? Ich habe meine Schenkel so fest zusammengepresst, dass ich jetzt nicht mehr laufen kann und auf seiner Brust befinden sich Abdrücke meiner Fingernägel. Was er allerdings als wachsende Erregung meinerseits interpretiert hat und als Draufgabe nun noch seine Potenz in einem Hotelzimmer unter Beweis stellen will. Weil er doch grad so gut drauf ist. Aus lauter Verzweiflung habe ich ihm vorgeschlagen, anstatt mir doch seine Sekretärin einzuladen.“ Wieder durchfährt ein grausiger Klagelaut den Körper meiner Freundin. „Und wo ist Alfred jetzt?“ – „Er fragt gerade den Hotelmanager, ob er die Reservierung noch ändern kann.“ Tröstend streiche ich Annemarie über den Kopf: „Irgendwann wird er schon lernen damit umzugehen.“</p>
<p>„Irgendwann?“, Annemaries Stimmung hat plötzlich von depressiver Qual auf wütende Entschlossenheit umgeschlagen, „nein, so lange kann ich nicht mehr warten, oder willst du mich in Zukunft im Rollstuhl durch die Stadt schieben? Alles was ich brauche ist ein bisschen Geld.“ In Annemaries Augen macht sich ein verschlagenes Funkeln breit. „Ich werde einfach diese Höllenmaschine verkaufen, genau, das müsste für eine Operation reichen.“ – „Ah ich verstehe, du möchtest, dass Alfred die Vasektomie rückgängig machen lässt.“ Dachte ich mir doch, dass die Familien liebende Annemarie tief in ihrem Herzen eigentlich gern noch mehr Kinder hätte. Diese aber sieht mich entgeistert an: „Wie kommst du denn darauf? Nein, das einzige was jetzt noch hilft ist eine Penisverlängerung.“</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/muzmama.wordpress.com/103/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/muzmama.wordpress.com/103/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/muzmama.wordpress.com/103/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/muzmama.wordpress.com/103/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/muzmama.wordpress.com/103/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/muzmama.wordpress.com/103/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/muzmama.wordpress.com/103/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/muzmama.wordpress.com/103/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/muzmama.wordpress.com/103/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/muzmama.wordpress.com/103/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/muzmama.wordpress.com/103/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/muzmama.wordpress.com/103/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/muzmama.wordpress.com/103/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/muzmama.wordpress.com/103/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=muzmama.wordpress.com&amp;blog=4963581&amp;post=103&amp;subd=muzmama&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Toni und der Wolf</title>
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		<pubDate>Thu, 14 Jan 2010 07:23:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>muzmama</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In ein kurzes Dirndl gekleidet, aus dessen Ausschnitt meine üppigen Brüste quillen, einen geflochtenen Korb in der Hand und ein fröhliches Lied auf den Lippen, wandere ich durch den Wald. Meine suchenden Augen erblicken einen Pilz nach dem anderen auf dem feuchten Boden. Ich knie nieder, trenne behutsam jeden einzelnen Strunk durch und lege die [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=muzmama.wordpress.com&amp;blog=4963581&amp;post=100&amp;subd=muzmama&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>In ein kurzes Dirndl gekleidet, aus dessen Ausschnitt meine üppigen Brüste quillen, einen geflochtenen Korb in der Hand und ein fröhliches Lied auf den Lippen, wandere ich durch den Wald. Meine suchenden Augen erblicken einen Pilz nach dem anderen auf dem feuchten Boden. Ich knie nieder, trenne behutsam jeden einzelnen Strunk durch und lege die kostbaren Früchte des Waldes in meinen Korb. Plötzlich, ein Schuss. Eine Sekunde später sinkt ein kapitaler Hirsch unmittelbar neben mir zu Boden. Unfähig mich zu bewegen, starre ich in die weit aufgerissenen Augen des Tieres. Dann, entfernte Schritte, die sich zuerst langsam, dann immer schneller nähern. Ich drehe mich um und erkenne Toni, meinen geliebter Wilderer. Mein braun gelockter, rehäugiger Toni. Mit bleichem Gesicht fällt er neben mir auf die Knie und packt mich bei den Oberarmen: „Oh Gott, ist alles in Ordnung? Ist dir auch nichts passiert?“ Sein Geruch, eine Mischung aus Waffenöl, Schießpulver und Schweiß, benebelt wie immer meine Sinne, aber ich zwinge mich zu antworten: „Mir geht’s gut, aber den Hirsch da hat’s schlimm erwischt.“ Mit einem erleichterten Seufzer zieht mich Toni näher an sich und drückt seine weichen Lippen auf die meinen. Vorsichtig hebt er mich auf und bettet mich&#8230;.“</em></p>
<p>Schweißgebadet, aber mit einem wohligen Kribbeln im Bauch, wache ich auf. Nach einem Blick zur Seite, stelle ich ernüchtert fest, dass Toni, genau wie der Rest des schönen Traumes, einfach verpufft ist. Da ich mich selbst aber gerne als pragmatisch bezeichne, setze ich mein süffisantes Lächeln auf, drehe mich zu Christian um und gurre: „Guten Morgen mein Schatz.“<br />
Der aber schlägt nur für eine Hundertstel-Sekunde seine Augen auf, registriert meinen Gesichtsausdruck, furzt, kriecht noch weiter unter seine Decke und brummt: „Oh Mann, jetzt geh doch endlich mal zu dieser Selbsthilfegruppe.“ „Was?“, fahre ich ihn an. „Bist du noch ganz bei Trost? Selbsthilfegruppe, dass ich nicht lache.“ Beleidigt springe ich aus dem Bett. Auf Grund des blitzschnellen Starts zu dieser Uhrzeit, wird mir kurz schwarz vor Augen und ich taumle Richtung Schlafzimmertür. Trotz der widrigen Umstände und unter Aufbringung meiner gesamten Kräfte, schaffe ich es dennoch diese ohrenbetäubend zuzuknallen. Wie heißt’s so schön? Wer nicht will der hat schon.</p>
<p>Doch die Worte meines Ehemannes lassen mich nicht mehr los. Sollte ich vielleicht wirklich mal auf eins dieser Treffen gehen? Bin ich tatsächlich nicht mehr ganz normal? Vielleicht sogar widernatürlich oder, schockiert halte ich beim Zähneputzen eine Sekunde inne, pervers? Immerhin versuche ich ja schon seit Jahren von diesen Heimatromanen los zu kommen und finde mich dann doch jede Nacht, eine Stirnlampe auf dem Kopf, in eins dieser Exemplare vertieft wieder. Untertags denke ich dann ständig an reiche, unsympathische Hofbauern, deren unglückliche, blinde Schwerstern und an mittellose aber knackige Jagdfrevler. Abgesehen davon, koche ich nur noch Pilzgerichte, die meine Kinder eigentlich nicht ausstehen können und letztens habe ich mir, unfassbar aber wahr, ein Dirndl gekauft. Und dann war ich letzte Woche noch&#8230;..ok ja, ich sollte eine Therapie wohl ernsthaft in Erwägung ziehen.</p>
<p>Zwei Stunden später, ein von mir einberufenes Notfalltreffen, an meinem Küchentisch. Solche Entscheidungen sollte man schließlich nicht leichtfertig treffen.<br />
„Pah, Selbsthilfegruppe. So ein Blödsinn. Christian soll sich mal nicht so anstellen wegen der paar Wildererrollenspiele abends. Was meinst du, was Frank und ich immer aus unserer Verkleidungskiste ziehen. Gerade gestern hat er sich ein dreckiges T-Shirt angezogen, sich eine Zange in die Hose gesteckt und hat alias Installateur Mike an meiner Tür geklingelt. So was regt doch nur die Phantasie an, also ich kann da beim besten Willen nichts Schlechtes daran erkennen.“<br />
Nach einer kurzen Schreckensbleiche, ob der offenen Worte von Yvonne, meint aber auch Annemarie: „Ach, in Heimatromanen ist die Welt einfach noch in Ordnung. Da machen die Männer den Frauen noch Komplimente und breiten rücksichtsvoll ihre Sakkos auf dem Waldboden aus, damit die Liebste nicht auf den feuchten Boden liegen, äh sitzen muss. In einer so harten Welt, wie der unseren sind solche literarischen Ausflüge doch eine Wohltat. Balsam für die Seele sozusagen.“</p>
<p>„Meint ihr? Also kein kalter Entzug?“ Yvonne braust auf: „Auf keinen Fall, lass dir da bloß nichts einreden. Du flirtest ja nur in deinen Träumen mit den breitschultrigen, waschbrettbäuchigen Strauchdieben. Übrigens, kannst du mir mal <em>Gold in der Ackerfurch</em>e leihen?“ „Ja schon, aber noch mal zu der Selbsthilfegruppe&#8230;“ „Jetzt hör schon auf mit dem Unsinn, genieße deine Schnulzenromane und hör auf dich mit Selbstvorwürfen zu quälen!“, unterbricht mich Yvonne, offensichtlich des Themas überdrüssig und Annemarie schlägt vor: „Du müsstest Christian ja nicht immer zum Mitmachen zwingen. Vorstellen langt doch ab und an auch.“<br />
„Klar, damit habe ich ja auch kein Problem, aber letzthin war ich mal in der Sauna und hab <em>Moni’s rosarote Frühlingsträume</em> gelesen&#8230;“ „Oh, ich liebe dieses Buch!“, platzt es aus Annemarie heraus. „Ja es ist himmlisch. Auf jeden Fall bin ich dann eingeschlafen und hatte wieder diesen unglaublich realen Traum, ihr wisst schon, der in dem ich mit Toni dem Wilderer im Wald auf der Pirsch bin.“ Yvonne und Annemarie nicken wissend. „Auf jeden Fall stolpert Toni plötzlich über einen riesen Stein und verletzt sich schwer. Sein Bein ist völlig verdreht und blutet höllisch. Selbstlos wie ich bin, reiße ich mir also meine Dirndlschürze runter und stille damit seine Blutung. Der liebe Toni kann sich aber logischerweise mit diesem Bein kaum bewegen, also bastle ich aus herumliegenden Ästen und Stoffstreifen meines Dirndls eine Trage, auf der ich ihn aus dem Wald ziehen kann.“ Annemarie und Yvonne sehen mich bewundernd an. „Das viele Blut an Tonis Bein ruft aber, ihr werdet es nicht glauben, einen garstigen Wolf auf den Plan.“ Zischendes Einatmen bei meinen Freundinnen. „Ich stehe also da in kaum mehr als meinem Mieder und der Wolf funkelt mich aus seinen blauen Augen gefährlich an. Ein kalter Schauer läuft mir über den Rücken, aber ich habe nur einen Gedanken: Ich MUSS meinen Liebsten retten! Also greife ich entschlossen nach Tonis Gewehr und ziehe es energisch an meine Brust. Woraufhin der Verletzte einen erstickten Laut ausstößt.“</p>
<p>„Und? Wie geht’s weiter? Was ist mit Toni?“ Annemarie und Yvonne scheinen völlig gefesselt. „Nichts. In dem Moment bin ich aufgewacht.“ „Oh schade, ich hätte zu gern noch den Ausgang dieser Geschichte gehört“, jammert Annemarie. „Und wegen so unglaublich spannenden Träumen willst du in eine Selbsthilfegruppe?“ „Nicht direkt wegen der Träume, aber als ich aufgewacht bin, war der Wilderer immer noch neben mir.“ „Ist nicht wahr! Wie hat er ausgesehen? Genau wie du ihn dir vorgestellt hast?“, Yvonne wittert eine karmische Verbindung zwischen dem Typen und mir. „Er war nackt.“ Diese Antwort ist ihr anscheinend auch recht: „Ohlala, das wird ja immer besser.“ „Nein, nichts wird besser. Es war eine Katastrophe.“ Meine Freundinnen runzeln verwirrt die Stirn.<br />
„Ja, begreift ihr nicht? Das was ich in der Hand hatte war kein GEWEHR!!“</p>
<p>„Hallo, mein Name ist muzmama und ich bin Heimatromanabhängig.“ „Hallo muzmama.“</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/muzmama.wordpress.com/100/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/muzmama.wordpress.com/100/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/muzmama.wordpress.com/100/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/muzmama.wordpress.com/100/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/muzmama.wordpress.com/100/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/muzmama.wordpress.com/100/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/muzmama.wordpress.com/100/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/muzmama.wordpress.com/100/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/muzmama.wordpress.com/100/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/muzmama.wordpress.com/100/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/muzmama.wordpress.com/100/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/muzmama.wordpress.com/100/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/muzmama.wordpress.com/100/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/muzmama.wordpress.com/100/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=muzmama.wordpress.com&amp;blog=4963581&amp;post=100&amp;subd=muzmama&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Der Trikot-Schleier</title>
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		<pubDate>Fri, 06 Nov 2009 10:19:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>muzmama</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>„Dass ich da jahrelang darauf reingefallen bin. Nicht zu fassen ist das!“<br />
Annemarie und Yvonne sehen mich ungläubig an, während mein innerer Aufruhr in unzusammenhängenden Sätzen über sie herein bricht. „Ich hätte es ahnen sollen. Nein, ich hätte es wissen müssen!“ Vor mir schnellen zwei Augenbrauenpaare fragend in die Höhe. „Also letztens war ich in meinem braunen, schon etwas abgenutzten, aber sehr angenehmen Jogginganzug einkaufen. Und als ich so vor der Ladentür stand, kam eine faltige Frau auf mich zu, stützte sich mit der einen Hand auf ihren Stock und mit der anderen hielt sie mir ein Zweieurostück entgegen. Mit den klaren Worten: „Für Essen, nicht für Alkohol!“ Mit ihrem mitleidigen Blick streifte sie noch kurz das Loch in meiner Hose und humpelte wieder davon. „Hast du das Geld etwa behalten?“, fragt Annemarie vorwurfsvoll. „Ich war zuerst so perplex, dass ich sogar ein leises ‚Danke’ hauchte. Als ich mich aber wieder gefangen hatte, war ich stinksauer. Am liebsten wäre ich dieser unverschämten alten Gurke hinterher und hätte ihr ihren dämlichen Stock über den Kopf gezogen, anstatt dessen bin ich aber über die Straße ins nächste Gasthaus und habe mein Selbstbewusstsein mit einem Schnaps wieder aufpoliert.“ „Sie hat doch gesagt keinen Alkohol“, rügt mich Annemarie.</p>
<p>„Und auf was bist du jetzt reingefallen?“, hakt Yvonne nach. Der amüsierte Unterton in ihrer Stimme ist mir durchaus aufgefallen, aber ich ignoriere ihn gnädigerweise und erkläre: „Auf Christian natürlich!“ Wieder starren mich zwei Fragezeichen an. „Zu Hause habe ich ihm natürlich gleich von dem Zwischenfall erzählt, hab mich tierisch über die alte Schachtel aufgeregt. Wie kann sie es auch wagen, Menschen nach ihrem Jogginganzug zu beurteilen. Christian hat nur geschmunzelt, mich in den Arm genommen und mir hundertmal versichert, dass er mich nie schöner findet, als wenn ich eben diesen alten Trainer anhabe. Daraufhin habe ich geschnieft und gefragt: ‚Was nie? Nicht mal, wenn ich meine heißen Jeans anhätte, bei der man meinen String sehen kann?’  Und er hat gelacht und gemeint, dass er es extrem erotisch findet, wenn ich die löchrige Trikothose anhabe, ungeschminkt bin und meine Haare in Zotteln herunterhängen. ‚Und was ist mit meinem Negligè?’, wollte ich dann wissen, woraufhin er nur den Kopf geschüttelt und mich geküsst hat.“ „Ach wie romantisch“, seufzen Annemarie und Yvonne im Chor.</p>
<p>„Quatsch romantisch! Genau da hab ich’s durchschaut.“ „Was? Dass er dich vielleicht so liebt wie du bist?“, fragt Yvonne. „Nein, dass doch alles nur ein Plan ist. Eine Masche der hiesigen Männerwelt.“ Annemarie und Yvonne sacken resigniert auf ihren Stühlen zusammen. „Ja versteht ihr denn nicht? Die Muslime haben den Schleier und wir die Jogginganzüge. Die Männer finden uns doch gar nicht sexy in den Teilen. Oder was meint ihr wieso sie dann auswärts doch immer auf die vorwitzigen Dessous der anderen Frauen schielen? Sie spielen uns was vor und stellen somit sicher, dass uns kein anderer Mann mehr ansieht.“ Am liebsten würde ich jetzt tatarataaaaa schreien, so stolz bin ich auf meine neueste Enthüllung. Yvonne ist aber offensichtlich anderer Meinung: „Ich finde das irgendwie süß, dass die Männer uns vor den Blicken der anderen schützen wollen.“ „Wenn man verheiratet ist, sollte man sich diesen Blicken gleich gar nicht freiwillig aussetzen“, meint Annemarie mit einer tadelnden Geste in Yvonnes Richtung. „Vielleicht sollte ich es ja mal mit einem Schleier versuchen“, mault Yvonne beleidigt. „Nein, ich sage: Weg mit dem Trikot-Schleier, her mit den heißen Teilen“, unterbreche ich den drohenden Zank. „Ich habe Christian tatsächlich abgenommen, dass er auf diesen Natural-Look steht, aber jetzt, jetzt&#8230;.“ „Jetzt gehst du nur noch im Negligè einkaufen?“, führt Annemarie meinen Satz zu Ende. Schon wieder weht mir dieser sarkastische Unterton entgegen. „Natürlich nicht. Aber ich werde ein Zeichen setzen und meinen alten Jogginganzug wegwerfen, nein, verbrennen werde ich ihn. Genau! Schluss mit dem Versteckspiel. In Zukunft werde ich wieder meine engen Jeans von früher anziehen, die rosa Spitzenunterhose und das ultrascharfe T-Shirt, das nicht mit Reizen geizt, wenn ihr wisst, was ich meine.“ Annemarie und Yvonne nicken ernst. „Und Christian wird schon sehen, was er von seiner Verschleierungstaktik hat. Mein Vergeltungsschlag für die jahrelange Blamage wird ein gelber Glanz-Trainingsanzug zum nächsten Geburtstag sein.“ „Ja und immer, wenn er ihn dann anhat, wird sich die ganze Welt fragen, was du mit diesem pommesgelben Heini an deiner Seite willst“, wirft Yvonne sehr treffend ein.</p>
<p>Nach einer langen Diskussion darüber, ob ich den Anzug dann lieber in rot kaufen, oder Christian nur an seinen Männerabenden in diesem Outfit aus dem Haus lassen soll, kehre ich etwas erschöpft und ohne wirkliche Lösung heim. Just in diesem Moment, betritt auch mein Ehemann, wie immer in Büromontur, unsere Wohnung. Müde von seiner Arbeit, greift er sich ein Bier aus dem Kühlschrank, lockert den Knopf seiner Krawatte und lässt sich mit einem lauten „Ahhh“ auf einen Stuhl plumpsen. Ich setze mich auf den Hocker gegenüber und mustere ihn mit zusammengekniffenen Augen. Als er meinem durchdringenden Blick nicht mehr standhält, seufzt er schicksalsergeben und bricht endlich das Schweigen: „Na schön. Was ist los?“ Selbstzufrieden lehne ich mich zurück und frage: „Sag, wann ziehst du eigentlich mal wieder deinen blauen Arbeitsanzug an?“ Christian ist sichtlich verdutzt: „Wieso, muss ich denn irgendetwas reparieren?“ Langsam lehne ich mich wieder vor, sehe ihm noch mal tief in die Augen und mit einem siegessicheren Grinsen auf den Lippen antworte ich: „Nein, aber ich finde du siehst in dem Teil wirklich unheimlich sexy aus.“</p>
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		<title>Kinderlose Abende</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Mar 2009 13:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>muzmama</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Ich glaube, wenn ich das nächste Mal rüber schaue, sitzt sie auf ihm drauf“, mault Annemarie und verdreht die Augen. Yvonne sitzt mit irgendeinem Typen an der Bar und scheint sich wunderbar zu amüsieren. Sie lacht immer wieder über seine Witze und sitzt mittlerweile wirklich verdammt nah bei ihm. „Vielleicht kennt sie ihn ja von [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=muzmama.wordpress.com&amp;blog=4963581&amp;post=77&amp;subd=muzmama&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Ich glaube, wenn ich das nächste Mal rüber schaue, sitzt sie auf ihm drauf“, mault Annemarie und verdreht die Augen. Yvonne sitzt mit irgendeinem Typen an der Bar und scheint sich wunderbar zu amüsieren. Sie lacht immer wieder über seine Witze und sitzt mittlerweile wirklich verdammt nah bei ihm. „Vielleicht kennt sie ihn ja von früher“ ist mein kläglicher Versuch Yvonne zu verteidigen. Aber Annemarie lässt sich darauf nicht ein und sagt: „Mir doch egal, aber was meinst du was los ist, wenn mein Alfred erfährt was sich auf unseren so genannten <em>Wir erholen uns von den Kindern-Abenden </em>so abspielt? Dann ist die Erholung für mich gelaufen.“ Das stimmt. Ich überlege mir, was Christian wohl davon halten würde, komme zu keinem Ergebnis und nehme mir vor, meinen Mann in Zukunft besser kennen zu lernen.</p>
<p>Mittlerweile ist Yvonne schon soweit, dass sie ab und zu, wie zufällig, das Knie dieses Mannes berührt und umgekehrt. Annemarie fixiert sie mit ihrem bösen Blick und sagt mit bitterer Stimme zu mir: „Sind wir doch mal ehrlich. Yvonnes Problemzone ist nicht, wie sie immer behauptet, ihr Arsch, Yvonnes Problemzone ist die Treue.“ „Ach sie flirtet doch nur und außerdem ist es wie mit allen Problemzonen, man hat sie ja nicht absichtlich. Oder hast du dir deinen kleinen Busen gewünscht?“, sage ich. Eine Sekunde später durchbohrt Annemaries böser Blick nicht mehr unsere treulose Freundin, sondern mich. „Es ist nicht das was sie macht sondern wie sie es macht.“, kontert sie. Ja gut, was soll ich da noch sagen, außer vielleicht: „Wenigstens sind unsere kinderlosen Abende so immer sehr unterhaltsam.“ „Pah, unterhaltsam. Peinlich würd’ es wohl eher treffen“, ist Annemaries Meinung. „Na ja du musst zugeben, ein bisschen komisch ist es aber schon, wenn Yvonne, wie üblich, auf die Bar klettert und <em>Time of my life</em> trällert.“, gebe ich zu bedenken. „Vor allem, weil sie die Typen danach jedes Mal zwingt mit ihr die Hebefigur aus <em>Dirty Dancing</em> zu üben.“ Bei dieser Erinnerung muss sogar Annemarie schmunzeln. Ich nutze den Augenblick und bestelle noch zwei von diesen leckeren Cocktails um Annemaries Emotionen in Schach zu halten.</p>
<p>„Meine Damen und Herren, es ist wieder soweit!“, kündigt Annemarie, nicht ganz ohne sarkastischen Unterton, an. Als ich in Richtung Bar blicke, sehe ich schon Yvonne, die sich gerade schwerfällig auf den Tresen hievt. „Na dann, lasset die Spiele beginnen“, sage ich und schlürfe noch einmal an meinem <em>Gin&amp;Sin</em>.</p>
<p>Yvonne schüttelt das imaginäre Röckchen und beginnt mit ihrem Lieblingslied. Nach all diesen Déjà Vus kann ich auch schon mitsingen. <em>Cause I’ve had the time of my life. Lalala</em>. Ich stupse Annemarie leicht an: „Warte, gleich kommt’s.“ Gerade als Annemarie mir ein versöhnliches Grinsen zuwirft fällt mein Blick auf einen Mann an der Tür.<br />
O h  m e i n  G o t t  ! Frank.<br />
Sein fassungsloses Gesicht zeigt, dass man auch in alternativen Yogagöttin und Ponchoträger-Beziehungen nicht immer alles locker sieht. „Ich bin erledigt“, flüstert Annemarie mit kalkweißem Gesicht. „Na wir zwei stehn’ ja nicht auf der Bar“, antworte ich. Das ist die Lösung! Wie vom Blitz getroffen springe ich auf, reiße die verdutzte Annemarie mit hoch und im nächsten Moment hopsen wir, Patrick Swayze nachahmend, in Richtung Tresen. Ich hätte den Film vielleicht noch ein 32stes Mal anschauen sollen, denn so ganz kann ich mich doch nicht mehr an die Schrittfolge erinnern. Ein Blick auf Annemarie zeigt, dass sie dieses 32ste Mal wohl nicht versäumt hat. Gemeinsam nähern wir uns also der Bar, schubsen den von Yvonne aufgegabelten Typen beiseite und geben ihr mit Handzeichen zu verstehen, dass sie springen soll. Die Gute hat Frank bisher noch nicht entdeckt und freut sich riesig, dass wir bei ihrem Auftritt mitmachen. Nach einer kurzen, gespielten, Zurückhaltung nimmt Yvonne Anlauf und springt auf mich zu. Ich fange sie und stemme sie gekonnt in die Luft. Die nächsten zehn Sekunden stehen wir regungslos mitten im Lokal. Sämtliche anderen Gäste, inklusive Frank, haben die Luft angehalten und starren uns ungläubig an.<br />
„Was denn? Noch nie eine Hebefigur gesehen?“, presse ich hervor.</p>
<p>Dann verlassen mich meine Kräfte. Ich knicke ein, ramme mit meinem Rücken zuerst einen Tisch, dann einen Stuhl und lande schließlich hart auf dem Betonboden. Tanzpüppchen Yvonne natürlich auf mir drauf. Sofort zaubert der Schmerz weiße Punkte auf mein Blickfeld. Zwischen den Punkten erkenne ich noch Franks verstörtes Gesicht und dann nichts mehr.<br />
Als ich wieder zu mir komme, befördern mich gerade zwei rot-weiß uniformierte Männer auf einer Trage aus dem Lokal. Jemand hält ganz verkrampft meine Hand und murmelt ständig: „Du bist die beste Freundin der Welt. Du bist die beste Freundin der Welt.“<br />
Mann oh Mann, was nimmt man nicht alles in Kauf, nur um sich mal wieder von den Kindern erholen zu können. Erschöpft schließe ich wieder die Augen.</p>
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		<title>muz mamasche Regel</title>
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		<pubDate>Tue, 24 Feb 2009 20:25:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>muzmama</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Yvonne ist der Meinung, man muss die Tage an denen man, ich zitiere menstruiert, zu besonderen Tagen machen. Ganz Frau sein, es zelebrieren, genießen, ein Fruchtbarkeitsritus wäre schön, meint sie. „Und sonst? Alles fit bei dir?“, frage ich. „Wieso? Du musst deine Weiblichkeit einfach zulassen. Hör auf dich dagegen zu wehren! Deine Menstruation ist ein [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=muzmama.wordpress.com&amp;blog=4963581&amp;post=68&amp;subd=muzmama&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Yvonne ist der Meinung, man muss die Tage an denen man, ich zitiere <em>menstruiert</em>, zu besonderen Tagen machen. Ganz Frau sein, es zelebrieren, genießen, ein Fruchtbarkeitsritus wäre schön, meint sie. „Und sonst? Alles fit bei dir?“, frage ich. „Wieso? Du musst deine Weiblichkeit einfach zulassen. Hör auf dich dagegen zu wehren! Deine Menstruation ist ein Grund zu feiern. Sie ist ein Zeichen, dass du fruchtbar bist, dass du Großes schaffen kannst“, kontert sie. „Schon mal was von Bauchkrämpfen gehört?“, frage ich. „Die hast du doch nur, weil du dich gegen die Natur zur Wehr setzt. Statt dessen solltest du dich freuen, dir einen schönen Tag machen“ – „Was soll an den Tagen bitte schön sein, an denen man sich mit Hygieneartikel bewaffnet ständig in der Nähe einer Toilette aufhalten muss? Und abgesehen davon, wie soll ich mich denn freuen, wenn ich das Gefühl habe, dass sich meine Eingeweide ineinander verknoten, an jedem Eierstock ein Stein hängt und ich bei jedem Schritt Angst habe, dass das Ganze unten raus fällt?“</p>
<p>Yvonne sieht mich etwas schockiert an. „Ich hätte da ein paar Yogaübungen die helfen könnten“, antwortet sie mitfühlend. „Jetzt auch noch Yoga. Als ob ich mich bewegen wollte, mit solchen Schmerzen. Lieber würde ich den ganzen Tag im Bett bleiben, mich im Selbstmitleid suhlen und zwischendurch vielleicht mal jemanden anschreien“, erwidere ich gereizt. „Ich glaube du solltest an deinen negativen Gedanken arbeiten“, schlägt Yvonne vor. Eigentlich dachte ich eher daran, meinen Menstruationskalender groß auszudrucken und bei uns in der Küche aufzuhängen, damit meine Familie weiß, wann sie mich in Ruhe zu lassen hat. Dann müsste Christian auch nicht bei jedem meiner kleinen emotionalen Ausbrüche fragen: „Schatz, hast du vielleicht deine Tage?“ Ich bräuchte nicht immer zu lügen: „Nein, natürlich nicht!“ Was ich nur mache, damit mein Mann nicht den Rest des Tages mit einem ausweichenden „Ja mein Schatz, du hast ja so Recht mein Schatz, ich bin völlig deiner Meinung, mein Schatz“, antwortet. Was mich nur noch rasender machen würde.</p>
<p>Da ich von Yvonnes Vorträgen zum Thema <em>»Steh auf und freu dich, deine Gebärmutter ist ein Spasti« </em>genug habe, trete ich meinen Heimweg an. Zu Hause angekommen, weihe ich Christian in meine Vermutung, dass Yvonne irgendwelche Drogen zu sich nimmt, da sie andernfalls wohl kaum solchen Unsinn von sich geben würde, ein. Während ich das tue wird mir plötzlich klar, wie furchtbar das eigentlich ist. Ja sogar ganz schrecklich. Um Himmels Willen, meine Freundin <em>ist</em> drogenabhängig!</p>
<p>Oh Mann, wie konnte ich das nur übersehen. Wahrscheinlich kämpft sie jeden Tag ums Überleben und macht furchtbare Dinge um an ihren nächsten Schuss zu gelangen. Vor meinem inneren Auge sehe ich Yvonne, leicht bekleidet, wie sie zitternd am Straßenrand steht, den Kopf zu einem Auto hinunter gebeugt, um ihren Körper für ein paar lausige Euro anzubieten. Das Bild treibt mir augenblicklich Tränen in die Augen.<br />
Meine Güte, ich muss sofort zu ihr, ich muss ihr helfen. Wo ist meine Geldbörse? Suchend und schluchzend irre ich in der Wohnung umher und fasle unablässig irgendwas über die Wirkung und Kosten von Methadonprogrammen. Christian sieht mich mit großen Augen an. Als ich dann schlussendlich tränenüberströmt zusammenbreche und  verzweifelt „Wo ist mein verdammtes Geld!“, schreie, nimmt Christian meine Hand und fragt gekonnt einfühlsam: „Schatz, bist du schwanger?“ Völlig aufgelöst und verwundert über die seltsame Frage antworte ich: „Nein, wie kommst du darauf, ich hab doch grad meine Tage“ &#8211; „Ha, wusst ich’s doch!“, ruft Christian freudestrahlend aus, „Siehst du, ich hab dir doch gesagt, dass wir auf den Menstruationskalender in der Küche verzichten können.“</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/muzmama.wordpress.com/68/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/muzmama.wordpress.com/68/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/muzmama.wordpress.com/68/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/muzmama.wordpress.com/68/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/muzmama.wordpress.com/68/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/muzmama.wordpress.com/68/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/muzmama.wordpress.com/68/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/muzmama.wordpress.com/68/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/muzmama.wordpress.com/68/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/muzmama.wordpress.com/68/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/muzmama.wordpress.com/68/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/muzmama.wordpress.com/68/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/muzmama.wordpress.com/68/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/muzmama.wordpress.com/68/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=muzmama.wordpress.com&amp;blog=4963581&amp;post=68&amp;subd=muzmama&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>Siegried</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Feb 2009 16:19:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>muzmama</dc:creator>
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		<description><![CDATA[„Du willst mich wohl veralbern“, werfe ich Yvonne vor. „Aber wenn ich’s dir doch sage. Siegried hat einen MANN“, wiederholt meine Freundin jetzt schon zum fünften mal. Vor lauter Verwunderung habe ich schon stereotype Bewegungen, wie dieses monotone Kopfschütteln, entwickelt. Ich glaub’s nicht, Siegried hat einen Freund. Unsere Männer fressende Fundamentalfeministin hat angeblich doch noch [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=muzmama.wordpress.com&amp;blog=4963581&amp;post=55&amp;subd=muzmama&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Du willst mich wohl veralbern“, werfe ich Yvonne vor.<br />
„Aber wenn ich’s dir doch sage. Siegried hat einen MANN“, wiederholt meine Freundin jetzt schon zum fünften mal. Vor lauter Verwunderung habe ich schon stereotype Bewegungen, wie dieses monotone Kopfschütteln, entwickelt. Ich glaub’s nicht, Siegried hat einen Freund. Unsere Männer fressende Fundamentalfeministin hat angeblich doch noch einen abgekriegt.<br />
„Ja und wen, bitteschön? Den Typ mit der Gesangseinlage im Cafe vielleicht?“, frage ich und füge hinzu: „Ich meine, was kann das schon für einer sein? Wer würde sich denn freiwillig in diese Höhle des Löwen wagen?“<br />
„Nun ja, so ein Weichei mit treuherzigem Dackelblick wahrscheinlich“, mutmaßt Yvonne.<br />
„Ja ja, irgend so ein Frauenversteher-Waschlappen wird’s schon sein“, bestätige ich.<br />
Noch ehe Yvonne zur nächsten Einschätzung der Situation ansetzen kann, steht der Mittelpunkt unseres Gespräches plötzlich vor uns.<br />
„Mund zu!“, begrüßt uns Siegried schroff.<br />
Wir gehorchen und klappen unsere, vor Staunen aufgerissenen, Münder wieder zu.<br />
„Das ist Bernhard“, wird uns die Kreatur links hinter Siegried vorgestellt.<br />
Ich finde das Nietenhalsband schreit eher nach einem Namen wie Atlas oder Rex. Zum hautengen Lederkostüm fällt mir gerade kein passender Name ein. Aber gut. „Hallo“, erwidere ich betont freundlich. Woraufhin Bernhard fragend zu Siegried blickt. „Sprich!“, antwortet diese kühl. „Danke gnädige Herrin. Hallo.“, flüstert der Nietenmann und schlägt seine Augen sofort wieder schamhaft nieder. Yvonne sieht mich ungläubig an. Ich zucke mit den Schultern. „Schönes Wetter heute“, bemerkt Siegried im Plauderton. „Ja ja, blauer Himmel“, antworte ich. Worauf mir ein lautes „<em>Halt dich gefälligst gerade du ungezogener Junge!</em>“ um die Ohren weht. In Sekundenschnelle haben auch Yvonne und ich alle verfügbaren Gliedmaßen versteift. „Entschuldigung, gnädige Herrin“, murmelt der Zurechtgewiesene. Unbeirrt setzt Siegried unseren Small-Talk übers Wetter fort: „Morgen soll’s ja wieder schlechter werden.“ „Ja, Schnee“, stottert Yvonne. Während unseres unglaublich spannenden Gesprächs kratzt sich Bernhard einmal kurz an der Nase. „<em>Was fällt dir eigentlich</em> <em>ein!</em>“, schreit Siegried in ohrenbetäubender Lautstärke. „<em>Zur Strafe gehst du auf die Knie.</em>“ Vor Schreck hätte ich mir fast in die Hosen gemacht und Yvonne wispert verängstigt: „Entschuldigung, Herrin.“ Leder-Benno scheint das alles aber nichts auszumachen. Nach ein, zwei weiteren Sätzen über die bevorstehende Kälte beginnt Siegried in ihrer Tasche zu wühlen. Zu unserer nicht enden wollenden Überraschung holt sie eine Hundeleine hervor. „Seit wann hast du denn einen Hund?“, frage ich verblüfft. „Hab ich doch gar nicht“, antwortet Siegried und hängt die Leine demonstrativ an Bernhards Halsband ein. Die nächsten Worte bleiben mir buchstäblich im Halse stecken. „Bis bald“, meint Siegried und schreitet von dannen, während ihr Lover auf allen Vieren hinter ihr her kriecht. Unfähig uns zu bewegen, sehen wir ihnen nach bis nur noch ein entferntes Bellen auf sie aufmerksam macht.<br />
„Was für ein Paar“, durchbricht Yvonne die Stille. „Ja, wie für einander geschaffen“, antworte ich seufzend. „Er macht einen unglaublich einfühlsamen Eindruck.“ – „Und er widerspricht ihr nie.“ &#8211; „Ich glaube er liest ihr jeden Wunsch von den Lippen ab.“ &#8211; „Na ja überhören kann man das auch schwer.“ &#8211; „Und so zurückhaltend, der Mann.“ – „Du sagst es. Beneidenswert.“</p>
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		<title>Dystress</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Jan 2009 20:26:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>muzmama</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mann oh Mann, immer dieser Stress. Staubsaugen, bügeln, Abendessen kochen und jetzt auch noch Bad putzen. Schon allein der Gedanke an meine ToDo-Liste lässt mich hyperventilieren. Um mich zu beruhigen lege ich meine, in hässliche Gummihandschuhe verpackten, Hände auf den Bauch und atme langsam ein und wieder aus. Einmal, zweimal&#8230; was ist denn das? Irgendwo [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=muzmama.wordpress.com&amp;blog=4963581&amp;post=18&amp;subd=muzmama&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mann oh Mann, immer dieser Stress.<br />
Staubsaugen, bügeln, Abendessen kochen und jetzt auch noch Bad putzen. Schon allein der Gedanke an meine ToDo-Liste lässt mich hyperventilieren.<br />
Um mich zu beruhigen lege ich meine, in hässliche Gummihandschuhe verpackten, Hände auf den Bauch und atme langsam ein und wieder aus.</p>
<p>Einmal, zweimal&#8230; was ist denn das? Irgendwo zwischen Magen und dem Rest der Innereien entdecke ich etwas faustgroßes, rundes. Das wird doch nicht&#8230;, das fühlt sich ja an wie&#8230;, meine Güte es ist ein Geschwür. Süßer Jesus steh’ mir bei. Ich wusste doch, dass dieser andauernde Stress irgendwann mein Tod sein würde, aber jetzt schon?<br />
Sofort zieht mein Leben wie ein Film an mir vorüber. Vor Langeweile wäre ich beinahe eingenickt. So gesehen wertet das traurige Ende die Geschichte natürlich ein wenig auf. Aber was wird aus meinen Kindern? Die armen Kleinen sind jetzt ganz auf Christian angewiesen. Aaaaaa!<br />
Weinend gleite ich zu Boden. Was für ein Ende. Hier im Bad, ganz allein auf dem dreckigen Fliesenboden. Womit hab ich das verdient?</p>
<p>Mein Herz rast, ich kriege kaum noch Luft und vor meinen Augen verschwimmt alles. Also so ist das wenn man stirbt.<br />
Da, ein Engel. Der kommt bestimmt um mich zu holen.<br />
Ein Teil in mir will sich dagegen wehren, der andere aber streckt die Arme nach der lichten Gestalt aus und ruft: „Komm süßer Tod, komm!“<br />
Langsam bewegt sich der Engel auf mich zu. Aber was macht er denn da? Wieso hält er mir denn eine Papiertüte an die Nase? Hallo? Will der mich etwa ersticken? Ja, was ist denn das für einer? Ich bin doch schon fast hinüber. Die paar Minuten wird er doch wohl noch warten können. Hey, aufhören, sofort aufhören. Panisch strample ich mit Armen und Beinen, versuche mit aller Kraft, die ich noch aufbringen kann, den Papiersack aus meinem Gesicht zu schlagen. „Geh weg du Ungetüm, du Luzifer.“<br />
Doch der Todesengel macht seinen Job gut und lässt nicht locker. Also ergebe ich mich meinem Schicksal  und schließe die Augen.</p>
<p>Schon nach wenigen Sekunden lässt die Atemnot und das Herzrasen tatsächlich nach. Es ist vorbei. Ob ich im Himmel bin? Unsicher öffne ich die Augen. Der Engel ist immer noch da. Obwohl, jetzt hat er irgendwie unglaubliche Ähnlichkeit mit Christian. Menschenskind, das ist Christian. „Was machst du denn hier? Bist du auch tot?“<br />
Christian schüttelt völlig entnervt den Kopf und zieht mich auf die Beine. Nach einem kurzen Rundumblick stelle ich fest: Der Himmel sieht ja aus wie unser Bad.</p>
<p>Plötzlich fällt es mir wie Schuppen von den Augen. „Aber was ist mit dem Tumor? Ich hatte doch&#8230;“ Anstatt mir zu antworten hält mir Christian einen Schwamm unter die Nase. Und zwar genau den, den ich vorhin unter meinen Pullover gesteckt hatte, da ich auf dem Weg ins Badezimmer keine Hand mehr frei hatte. Alles klar, also kein Tumor. Dafür Alzheimer. Was für ein Tag. Eine Schreckensnachricht nach der anderen.</p>
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		<title>SuperWoman und die Mutterschaft</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Nov 2008 21:20:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>muzmama</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Strickjacke]]></category>
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		<description><![CDATA[„Wisst ihr was das Problem an diesem ganzen Mutter-Job ist?“ frage ich und blicke in die neugierigen Gesichter meiner Freundinnen. „Man kann ihn nicht künden.“ Annemaries Augen weiten sich erschrocken. „Ich meine, jeden anderen Job kann man wechseln, wenn er einem nicht gefällt. Beim Mutter-Sein hat man dann einfach Pech gehabt und sitzt für die [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=muzmama.wordpress.com&amp;blog=4963581&amp;post=12&amp;subd=muzmama&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Wisst ihr was das Problem an diesem ganzen Mutter-Job ist?“ frage ich und blicke in die neugierigen Gesichter meiner Freundinnen. „Man kann ihn nicht künden.“ Annemaries Augen weiten sich erschrocken.<br />
„Ich meine, jeden anderen Job kann man wechseln, wenn er einem nicht gefällt. Beim Mutter-Sein hat man dann einfach Pech gehabt und sitzt für die nächsten 20 Jahre in der Klemme.“ Annemarie bringt vor Entrüstung kein Wort heraus, während Yvonne eine zunehmend interessierte Miene aufsetzt. Davon bestätigt fahre ich fort: „Es gibt in diesem Job nicht mal Gehaltserhöhungen oder bezahlte Überstunden. Nein, es nützt nicht mal was, wenn man mit dem Chef ins Bett steigt.“ „Du hast Recht. <em>Das</em> ist wirklich Scheiße“, stimmt Yvonne zu.</p>
<p>„Aber Kinder geben einem so viel. Ein Lachen von ihnen lässt die ganzen durchwachten Nächte doch vergessen“, ist Annemaries Standpunkt. „Ach Blödsinn. Deswegen bin ich dann trotzdem müde“, bocke ich. „Schon von klein auf werden wir Frauen doch einer Gehirnwäsche unterzogen. Es wird uns eingetrichtert, dass es furchtbar toll ist, verheiratet zu sein und Kinder zu haben. Und ehe man sich versieht, sitzt man im goldenen Käfig. Letzteren muss man dann auch noch immer selber ausmisten und andere Männer betrachtet man nur noch durch die Gitterstäbe und ich sag`s euch, das macht keinen Spaß.“ Ich komme so richtig in Fahrt und führe meinen Monolog mit bedeutungsschwangerer Stimme fort: „Ich werde eine Kampagne starten. Jawohl! Eine, die den jungen Mädchen die Augen öffnet. Mein Slogan wird sein: <em>Rette dein Leben so lange du kannst </em>oder<em> Seid gescheit, bleibt zu zweit</em>.“</p>
<p>Zufrieden lasse ich meine Worte nachklingen. Als ich wieder aufblicke, starren mich vier weit aufgerissene Augen an. Die dazugehörenden Augenbrauen berühren fast den jeweiligen Haaransatz. Plötzlich ist ein leises Prusten zu hören, das immer mehr anschwillt und zehn Sekunden später können sich Annemarie und Yvonne vor Lachen nicht mehr halten. Yvonne lässt sich sogar auf den Boden fallen und rudert mit Armen und Beinen, als versuche sie einen Rückenschwimmwettbewerb zu gewinnen. Annemarie hat einen knallroten Kopf, hält sich den Bauch und bittet mich ständig, aufzuhören. Was soll das denn? Haben sie die noch alle? So weit ist also die Gehirnwäsche bei den beiden schon fortgeschritten. Sie erkennen ihre Retterin nicht einmal, wenn sie direkt vor ihnen steht. Ich hingegen sehe mich vor meinem inneren Auge schon in einem wahnsinnig heißen, eng anliegenden SuperWoman-Kostüm, gerade eine flammende Rede zum Thema <em>Sind Frauen wirklich Muttertiere? </em> haltend.</p>
<p>Just in dem Moment werde ich Zeugin einer unglaublichen Szene. Yvonnes Sohn Oliver zieht doch tatsächlich meiner kleinen Karla eins mit der Plastikschaufel über. Völlig erschrocken renne ich zum Sandkasten. „Ist dir auch nichts passiert, mein Spatz?“ Nachdem ich Karla fünf mal dazu gezwungen habe, mit den Augen meinem Finger zu folgen, um sicher zu stellen, dass sie keine ernsthaften Kopfverletzungen davon getragen hat, schnappe ich mir Oliver, renne wutentbrant zu Yvonne und drücke ihr diesen in die Hände. „Findest du es richtig, selber am Boden herumzutollen, während dein Sohn meine Tochter verprügelt?“ herrsche ich sie an, drehe mich um und stapfe, an jeder Hand ein Kind, davon. Annemarie und Yvonne sehen mir mit offen stehenden Mündern nach.</p>
<p>Wieder habe ich eine Szene vor meinem inneren Auge. SuperWoman (im heißen Outfit) kämpft gegen SuperMom (mit Strickjacke). SuperMom gewinnt.</p>
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		<title>Die sexuelle Revolution</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Nov 2008 15:09:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>muzmama</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Revolution]]></category>
		<category><![CDATA[Sex]]></category>

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		<description><![CDATA[„Wieso haben die eigentlich keine eigenen Kinder?“, fragt Annemarie, als wir gerade beobachten wie Klaus und Ulrike samt Adoptivtochter den Spielplatz betreten. Klaus ist Yvonnes Yogalehrer, deshalb antwortet sie: „Sie praktizieren keine körperliche Liebe.“ – „Was, nie?“, frage ich erschrocken. „Nein nie. Klaus ist der Meinung, dass ihre Liebe sich auf einer höheren Ebene als [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=muzmama.wordpress.com&amp;blog=4963581&amp;post=23&amp;subd=muzmama&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Wieso haben die eigentlich keine eigenen Kinder?“, fragt Annemarie, als wir gerade beobachten wie Klaus und Ulrike samt Adoptivtochter den Spielplatz betreten. Klaus ist Yvonnes Yogalehrer, deshalb antwortet sie: „Sie praktizieren keine körperliche Liebe.“ – „Was, nie?“, frage ich erschrocken. „Nein nie. Klaus ist der Meinung, dass ihre Liebe sich auf einer höheren Ebene als der körperlichen befindet, deshalb haben sie damit aufgehört“, erklärt Yvonne. „Was ist denn das für ein Spinner?“, platzt es aus mir heraus. Annemarie aber meint: „Ulrike soll doch froh sein, wenn sie ihrem Mann nicht immer zu Willen sein muss.“ Ja hat sie die noch alle? Zu Willen sein, darf man die Worte heutzutage überhaupt noch benutzen? Noch während ich mir vorkomme, als wäre ich in einen historischen Film gerutscht, sagt Yvonne: „So schlecht ist das gar nicht. Vielleicht würde es unsere Beziehungen wirklich in andere Sphären treiben, würden wir diesem animalischen Trieb abschwören.“ Ok, vielleicht ist der Film nicht historisch, aber er ist definitiv falsch, also packe ich meine Kinder und verlasse den Spielplatz noch bevor sich Klaus und Ulrike zu uns gesellen können.</p>
<p>Auf dem Nachhauseweg zermartere ich mir den Kopf über Klaus und seine Sexverweigerung. Hoffentlich ist dieser Blödsinn nicht ansteckend. Ich empfinde ja schon Mitleid für Ulrike, aber würde Christian sich von dieser Revolution infizieren lassen, wäre das für mich eine Katastrophe. Vor allem jetzt, da meine Libido, wie bei den meisten Frauen über 30, im Zenit steht. Ich meine, ich habe seit meinem16. Lebensjahr darauf gewartet, dass das endlich passiert und jetzt soll es so enden? Nein, dieser Aufstand beschränkt sich sicher nur auf diese Esoheinis. Mein Christian will, Gott sei Dank, immer.</p>
<p>Zu Hause angekommen stecke ich die Kinder in ihren Pyjama und ins Bett. Mich selber quetsche ich in das rattenscharfe Negliget, das ich vor zwei Tagen, in einem Rausch der Triebe, gekauft habe und leg mich auf die Couch um auf Christian zu warten. Nach einem 15-minütigen Herumprobieren, in welcher Position ich wohl am Aufreizendsten aussehen würde, habe ich mich für eine entschieden. Christian ist immer noch nicht da. Also schalte ich den Fernseher ein und zappe durchs Programm. Plötzlich höre ich wie sich der Schlüssel im Schloss umdreht. Sofort hüpfe ich in die antrainierte Pose. Christian kommt herein, legt sich, ohne mich eines Blickes zu würdigen, neben mich und begrüßt mich mit einem: „Mann, bin ich müde.“ Dann nimmt er mir die Fernbedienung aus der Hand und fragt: „Was gibt’s denn zu essen?“ Das kann doch nicht sein Ernst sein. Er denkt ans Essen? Na gut, vielleicht hat er noch nicht gesehen wie heiß meine Möpse in diesem Teil aussehen. Also beuge ich mich über ihn, dass diese fast herauspurzeln und flüstere ihm ins Ohr: „Sei mein Hengst.“. Darauf er: „Du ne danke. Hab’ heut’ echt keinen Bock.“ Das darf doch nicht wahr sein. Hat der etwa Klaus heute getroffen?<br />
„Dann kannst du’s dir grad auch selber machen“, rufe ich wutentbrannt. Christian sieht mich verwundert an. „Das Essen mein ich“, füge ich hinzu und stürme aus dem Zimmer, in der Hoffnung Christian würde aufspringen und mich zurückhalten. Aber er kommt nicht.</p>
<p>Nachdem ich fünf Minuten vergebens im Flur auf ihn gewartet habe, trete ich gegen die Wohnzimmertür, sodass diese mit einem lauten Krachen wieder auffliegt. Dann stehe ich wie Superwoman im Raum und schreie: „Typisch Mann ist das. Ihr macht doch nur so ein Theater weil ihr es nicht verkraftet, dass wir jetzt die Libidoköniginnen sind und bei euch aus der strammen Gurke langsam ein verschrumpeltes Essiggürklein wird.“ Christian ist beim Knall der Tür fast von der Couch gefallen, sitzt jetzt aber wieder kerzengerade drauf und starrt mich großen Augen an. „Wie jetzt?“ – „Na hätten wir Frauen euch vor ein paar Jahren was von höheren Ebenen und anderen Sphären erzählt, hättet ihr uns vermutlich zum Psychiater geschickt. Wir mussten schon mit körperlichen Beschwerden, wie Migräne aufwarten, damit wir unsere Ruhe hatten. Aber was sag ich. Am Ende mussten wir euch nicht nur die Migräne sondern auch noch was anderes vortäuschen. Und jetzt wollt ihr den Schwanz einziehen? Nein, mein Freund. Nicht mit mir. Du wirst mir gefälligst zu Willen sein, ist das klar?“ Hab ich das jetzt wirklich gesagt? Oh Mann, ich glaube schon. Christian sieht mich ernst an, steht von der Couch auf und kommt auf mich zu. Was macht er denn jetzt? Wieso schaut er denn so? Habe ich vielleicht ein bisschen übertrieben? Sollte ich jetzt lieber davonrennen? Gerade als ich mich umdrehe und Richtung Tür davon setzen will, fällt Christian über mich her und reißt mich mit den Worten: „So viel Leidenschaft habe ich bei dir schon lange nicht mehr gesehen“, zu Boden. Als er gerade dabei ist mein neues Negliget in zwei Teile zu reißen, fasse ich meinen letzten klaren Gedanken: Das kommt also raus, wenn Männer versuchen auf Sex zu verzichten. Gott sei Dank habe ich diese Revolution im Keim erstickt, oder etwa nicht?</p>
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		<title>Von X- und Y- Chromosomen</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Oct 2008 15:19:52 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[„In Wirklichkeit brauchen wir die Männer ja gar nicht mehr“, erklärt uns Siegried eines schönen Nachmittags im Café. Siegried ist allein erziehende Mutter eines zweijährigen Sohnes und hat der Männerwelt, wie’s scheint, abgeschworen. „Ich brauch’ meinen aber glaub’ schon“, kontere ich vorsichtig. „Ja, für was denn? Zum Wäschewaschen hast du die Waschmaschine, zum Kochen „Iglo“-Fertiggerichte, [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=muzmama.wordpress.com&amp;blog=4963581&amp;post=25&amp;subd=muzmama&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„In Wirklichkeit brauchen wir die Männer ja gar nicht mehr“, erklärt uns Siegried eines schönen Nachmittags im Café. Siegried ist allein erziehende Mutter eines zweijährigen Sohnes und hat der Männerwelt, wie’s scheint, abgeschworen. „Ich brauch’ meinen aber glaub’ schon“, kontere ich vorsichtig. „Ja, für was denn? Zum Wäschewaschen hast du die Waschmaschine, zum Kochen „Iglo“-Fertiggerichte, Geld verdienen kannst du selber, und für den Sex hast du deinen Vibrator. Nein ehrlich, die Zeiten, in denen die Männer noch irgendeinen Zweck erfüllt haben, sind vorbei.“<br />
Ich hätte die Diskussion problemlos in eine andere Richtung lenken können, hätte ich gestanden, dass ich immer noch keinen Vibrator besitze, aber anstatt dessen bleibe ich beim Thema und sage: „Den Vater deines Sohnes hast du aber auch nicht bei Beate Uhse gekauft, oder?“ Das ist Yvonnes Stichwort: „Vermutlich nicht. Allerdings hab’ ich gelesen, dass die Forscher nun schon künstliches Sperma herstellen können.“ „Ich sag`s ja! Ein Zeitalter der Weiblichkeit ist angebrochen“, freut sich Siegried über ihre Unterstützung. Das klingt ja wie ein Werbeslogan, geht es mir durch den Kopf.<br />
„Und was machen wir dann mit all den nutzlosen Männern in Zukunft?“, frage ich. „Ach, darüber müssen wir uns keine Sorgen machen“, lacht unsere Vorzeige-Feministin, „sie sterben ja sowieso aus.“ Belustigt über mein schockiertes Gesicht, erläutert mir Siegried alles über die These vom schrumpfenden Y-Chromosom. Sie spickt die Geschichte mit Phrasen wie: „Männer sind ein Irrtum der Natur“, oder: „Männer sind ein Auslaufmodell der Evolution“, und lacht herzlich über mein Unwissen.<br />
Gerade als ich mir überlege, wie ich meinen Sohn Anton wohl am besten auf seine düstere Zukunft vorbereite, stolpert ein großer, breitschultriger, wahnsinnig gut aussehender Typ durch die Tür. Yvonne und ich starren mit offenen Mündern in seine Richtung. Ohne den Blick auch nur eine Sekunde von ihm abzuwenden, flüstere ich beinah tonlos: „Schaut euch den Knackarsch an.“ „Ja und sein Sixpack erst“, stimmt mir Yvonne zu. „Atemberaubend!“, sind wir uns einig. Nur Siegried, die mit dem Rücken zur Tür sitzt, stochert ungerührt in ihrem Kuchen herum. Als sie fragend zu uns aufblickt, dreht sich Mr. Bombastic gerade um, sieht uns und schwankt zu unserem Tisch herüber.<br />
Yvonne krallt ihre Finger in meine Oberschenkel und hält den Atem an. „Oh Gott, er kommt her“, presse ich hysterisch hervor. „Und ich glaube, er hat einen sitzen“, stellt Yvonne fest, als sie kurz Luft holt. Das hat er wirklich. Beim Herüberlaufen stößt er zwei Tische um und greift der Bedienung aus Versehen an die Brust, als er vergebens versucht, sich irgendwo festzuhalten. Dann ist er da und schielt mir in die Augen. Fast wäre mein Herz stehen geblieben. Gnade mir Gott, den Kerl würde ich auch in diesem Zustand bedenkenlos mit nach Hause nehmen.<br />
Gerade als ich zu der Frage: „Zu mir oder zu dir?“, ansetzen will, dreht er sich um und fällt vor Siegried auf die Knie. „Iii-ich lllliebe dich“, lallt er und grabscht nach ihrer Hand. Ich glaub’, ich träume. Mein Adonis hat sozusagen einer schwarzen Witwe ein Liebesgeständnis gemacht. Der Typ hat echt Mut. Siegried hat im Gegensatz zu mir aber keine Bewunderung für ihren Verehrer übrig und stößt ihn angewidert von sich. „Sag mal, spinnst du?“, fährt sie ihn an, „sei sofort still!“ Aber er lässt sich nicht von seinem Vorhaben abbringen und sagt: „Iiich werd&#8217;s dddir bewweisen.“ Noch erstaunlich flink für seine Verfassung klettert er auf unseren Tisch und beginnt lautstark „Somethig stupid“ zu singen, was eher nach einem Sauf- als nach einem Liebeslied klingt. Aber ich finde ja, dass die Geste das Entscheidende ist. Aus den jubelnden Zurufen der anderen Gäste im Café schließe ich, dass ich damit nicht allein dastehe.<br />
Als ich an diesen Götterbeinen vorbei in Siegrieds Gesicht sehe, stelle ich jedoch fest, dass es vielleicht schon ein bisschen stupid ist, was er da macht, denn Siegried ist einfach ganz und gar nicht begeistert von seinen Bemühungen und schubst kurzerhand den Tisch um. Mann und Tisch stürzen samt unseren Kaffeetassen zu Boden. Mr. Bombastic landet dabei mit dem Gesicht in einem Napf, der zuvor einem Hund zum Trinken hingestellt wurde. Er rappelt sich aber gleich wieder auf und schaut triefend und mit treuherzigen Augen zu seiner Angebeteten. Die Menge tobt. „Sexy“, haucht mir Yvonne von der Seite ins Ohr. Ich nicke zustimmend, aber Siegried ist wieder mal nicht unserer Meinung und schreit: „Das ist der Grund, warum die Natur beschlossen hat, diesen Haufen Idioten aussterben zu lassen!“ Wutentbrannt stürmt sie aus dem Lokal. „Dann bleiben uns solch peinliche Situationen in Zukunft wenigstens erspart“, fügt sie vor dem Ausgang im Umdrehen noch hinzu und verschwindet.<br />
Ein paar andere Frauen aus dem Café haben sich inzwischen dem verschmähten Liebhaber angenommen und trösten ihn mit Engelszungen und tiefen Ausschnitten. Yvonne und ich, von Siegrieds Auftritt wie gelähmt, sitzen da und wissen nicht mehr, wie uns geschieht. Vielleicht hat sie uns mit ihrem Fundamentalfeminismus ja vor einer Dummheit bewahrt. Doch Vibratoren sind ja eigentlich auch keine intelligenten Wesen.</p>
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